dt. Interview

Interview mam Hansjörg Nessensohn

H_Nessensohn Copyright Jan HammerCopyright: Jan Hammer

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für diese Fragen nehmen!

Wann haben Sie bemerkt, dass Sie ein Talent zum Schreiben haben?
Dass ich gerne und ganz gut schreibe, habe ich erst relativ spät bemerkt. Während des Studiums. Was ich allerdings schon immer hatte, war eine Begeisterung fürs Geschichten ausdenken.

Wie hat sich Ihr Leben nach den ersten Veröffentlichungen verändert? 
Wurden Sie vom Erfolg überrascht?
Es gab eigentlich keine tiefgreifende Veränderung. Es sind lediglich die Momente dazugekommen, in denen jemand mit mir über „Das verdammte Leben…“ reden will. Und das sind durchweg schöne Momente.

War es schwierig für das erste Buch einen Verlag zu finden?
Im Rückblick: nein. Mein Glück war, dass meine Literaturagentin Birgit Arteaga genauso von meinem Text überzeugt war wie ich. Und mit dieser Überzeugung hat sie das Manuskript an den Ueberreuter Verlag weitergereicht.

Was ist für Sie der schwierigere Moment – den ersten Satz zu schreiben oder den letzten?
Weder noch. Für mich ist das zweite Kapitel immer die größte Herausforderung, denn an dieser Stelle merke ich, ob die Geschichte trägt.

Haben andere Autoren Sie beeinflusst – und wenn ja: Wie?
Mit Sicherheit. Unbewusst nimmt garantiert jedes Buch und jeder Text Einfluss auf mein Schreibhandwerk. Ich analysiere aber nicht den Satzbau von anderen Autoren. Wenn mir das z.B. bei einem Buch passiert, hat mich die Geschichte nicht richtig gepackt.

Wie lange dauerte es von der Idee, bis zum fertigen Produkt?
ca. zwei Jahre

Schreiben Sie mit der Hand, der Schreibmaschine, dem Computer? Wie darf man sich Ihren Arbeitsplatz vorstellen?
Computer. Wenn ich schreibe, mach ich das ganz klassisch in meinem Arbeitszimmer. Bis ich schreibe, verbringe ich, um nachzudenken, viel Zeit draußen in der Natur.

EBooks oder Papierdruck?
Ich lese Bücher ausschließlich in Papierform. Und das mache ich auf jeden Fall noch so lange, bis in meinem Bücherregal kein Platz mehr ist.

Was halten Sie von Eselsohren in Büchern?
Bücher leben. Eselsohren sind also völlig okay.

Nehmen Sie sich die Kritiken, zu Ihren Büchern zu Herzen?
Ja. Das ist aber auch leicht gesagt, weil die Kritiken zu „Das verdammten Leben…“ bis jetzt ziemlich gut sind.
Was ist der Geruch Ihrer Kindheit?
Ein Mix aus Sonnencreme LSF4 und Pommes im Strandbad Friedrichshafen

Wenn Sie mit einem Fingerschnipsen etwas in Ihrem Leben ändern könnten – was wäre es, und warum?
Ich wäre sehr gern Vegetarier, um die Massentierhaltung zu boykottieren. Alle Versuche in die Richtung sind aber bisher an meiner kulinarischen Fantasielosigkeit gescheitert.

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Es muss ziemlich viel zusammenkommen, dass ich ein Buch mein Lieblingsbuch nenne. Nicht nur der Inhalt muss mich ins Herz treffen, auch der Ort, an dem ich es lese, und die Ruhe, mit der ich es lesen kann, müssen stimmen. Vor vielen, vielen Jahren war das zum Beispiel bei „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel so. Da hat alles irgendwie zusammengepasst. Seither habe ich aber keinen Blick mehr in das Buch geworfen, weil ich Angst habe, dass der Zauber des Lieblingsbuchs verfliegen könnte.

Was ist Ihnen wichtig, am Ende eines oder vielleicht sogar: eines jeden Tages getan zu haben?
Es ist schon ziemlich gut, mindestens einmal pro Tag zu lachen.

Die beste Entscheidung Ihres Lebens war?
Als es mir beruflich und deswegen auch persönlich nicht so richtig gut ging, habe ich Hilfe gesucht und die gefundene Hilfe auch angenommen. Diese Entscheidung hat alles zum Positiven verändert.

Wann können Ihre Leser mit dem nächsten Buch rechnen?
Im Sommer 2020 erscheint mein zweites Buch im Ueberreuter Verlag.

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