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Interview mam Astrid Schwikardi

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Foto: Astrid Schwikardi

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für diese Fragen nehmen!
Sehr gerne!

Wann haben Sie bemerkt, dass Sie ein Talent zum Schreiben haben?
Das hat lange gedauert, bis ich das gemerkt habe. Zuerst hatte ich einfach Spaß am Schreiben. Das tief in meinem Innersten ein Talent schlummert, habe ich erst so mit Anfang dreißig gemerkt.

Wie hat sich Ihr Leben nach den ersten Veröffentlichungen verändert?
Wurden Sie vom Erfolg überrascht?
Im Großen und Ganzen ist alles so geblieben wie früher. Natürlich ist da das ein oder andere Interview. Auch rede ich mittlerweile mehr über das Schreiben. Was sich allerdings geändert hat, ist die Zeit, die ich für die Vermarktung und die PR aufbringen muss. Das ist wesentlich mehr geworden.

War es schwierig für das erste Buch einen Verlag zu finden?
Ehrlich gesagt : Nein! Das ging rasend schnell. Ich habe ungefähr eine handvoll Verlage angeschrieben, bis sich nach knapp zwei Wochen der mainbook Verlag meldete.
Was ist für Sie der schwierigere Moment – den ersten Satz zu schreiben oder den letzten?
Definitiv den ersten Satz zu schreiben. Den habe ich gefühlt hundert Mal umgeändert.

Haben andere Autoren Sie beeinflusst – und wenn ja: Wie?
Auf jeden Fall, wofür ich ihnen heute noch sehr dankbar bin. Meine Texte haben sie förmlich seziert, jedes Wort auseinandergenommen. Das Exposé haben sie auf den Kopf gestellt und Umgereimtheiten aufgespürt. Das war eine unheimlich tolle Hilfe.

Wie lange dauerte es von der Idee, bis zum fertigen Produkt?
Schon einige Jahre. Ich muss allerdings dazu sagen, dass das Manuskript teilweise lange Zeit unangerührt blieb, teilweise über ein halbes Jahr, ohne dass ich auch nur ein Wort geschrieben habe. Das lag an den vielen Verpflichtungen, die der Alltag so mit sich bringt. Leider fehlte dann oft die Zeit fürs Schreiben.

Schreiben Sie mit der Hand, der Schreibmaschine, dem Computer? Wie darf man sich Ihren Arbeitsplatz vorstellen?
Mit der Hand schreibe ich, wenn ich unterwegs bin und plötzlich von einer Idee überfallen werde. Ansonsten schreibe ich klassisch am Computer.
Mein Arbeitspatz wird wahrscheinlich wie bei 99% aller anderen Menschen aussehen. Vielleicht etwas unordentlicher.

EBooks oder Papierdruck?
Für mich klar das gute, alte Papier.

Was halten Sie von Eselsohren in Büchern?
(lachend) Erwischt! Bei mir kommt kein Buch ohne Eselsohr weg. Egal ob Thriller, Krimi, Sachbuch oder Kochbuch.

Nehmen Sie sich die Kritiken, zu Ihren Büchern zu Herzen?
Klar. Welcher Autor macht das nicht? Ich bin auch jemand, der Kritik recht schnell umsetzt, sofern sie konstruktiv und überhaupt umsetzbar ist.

Was ist das Geräusch/der Geruch Ihrer Kindheit?
Das war die alte Eichentruhe meiner Eltern, in der alte Zeitungen aufbewahrt wurden. Ich habe den Geruch geliebt und die Truhe mindestens einmal am Tag aufgemacht.

Welchen Kindheitstraum haben Sie sich noch nicht erfüllt?
(lachend) Schauspielerin, und das lasse ich auch lieber bleiben.

Wenn Sie mit einem Fingerschnipsen etwas in Ihrem Leben ändern könnten – was wäre es, und warum?
Ich würde mir Entschleunigung wünschen, damit ich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hätte.

Welche Figur aus einem Roman oder einem Film würden Sie gerne treffen – und was würden Sie ihm / ihr sagen?
Zuerst fiel mir Mr. Darcy ein, doch entschieden habe ich mich für Rhett Butler. Ihm würde ich gerne sagen, was er für ein Idiot ist. Bis heute habe ich ihm nicht verziehen, dass er Scarlett verlassen hat.

Was bedeutet Familie für Sie?
Familie ist das allerwichtigste für mich.

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Stolz und Vorurteil

Lieblingszitat?
Habe ich, allerdings ist es nur ein Teilausschnitt aus einem Zitat: Leben ist immer lebensgefährlich!

Wie würden Sie sich in drei Wörtern beschreiben?
Ehrlich, Gerechtigkeitssinn und Optimistin

Was ist Ihnen wichtig, am Ende eines oder vielleicht sogar: eines jeden Tages getan zu haben?
Darüber habe ich bisher noch nicht nachgedacht. Lachen und Freude ist mir sehr wichtig. Darauf möchte ich keinen Tag verzichten.

Die beste Entscheidung Ihres Lebens war?
Meine zwei Kinder.

Wann können Ihre Leser mit dem nächsten Buch rechnen?
Das dauert nicht mehr lange. Am 24. April 2020 erscheint bereits der Nachfolger von « Uterus ».

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