dt. Interview

Interview mam Matthias Morgenroth

wp-1596120082686.jpgFoto: Morgenroth/Drescher

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für diese Fragen nehmen!

Wann haben Sie bemerkt, dass Sie ein Talent zum Schreiben haben?
Geschichten erzählt: das habe ich schon als Kind gern: zum Beispiel meinen kleinen Brüdern. Im Studium hatten wir eine Theaterbühne und ich habe gemerkt, dass es mir leichtfällt, aus fremden Worten sehr intensive Momente zu machen. Und dann kam ich über den Journalismus zum Schreiben.

Wie hat sich Ihr Leben nach den ersten Veröffentlichungen verändert?
Wurden Sie vom Erfolg überrascht?
Erfolg ist immer relativ. Am meisten freue ich mich, wenn ich auf Lesungen mitbekomme, dass ich Kinder und Jugendliche wirklich in die Geschichte hineinziehen kann. Sonst bekommt man als Autor ja nicht viel von der Freude der Leser mit … Und Nein: verändert hat sich mein Leben nicht, denn von Kinderbüchern allein ist es schwer, eine Familie zu ernähren.

War es schwierig für das erste Buch einen Verlag zu finden?
Nein. Mich hat ein Verlag angerufen, ob ich nicht mal eine Advents-Fortsetzungsgeschichte schreiben mag. Vielleicht hat er mich verwechselt. Vielleicht aber auch deswegen, weil ich auch in der Kinderfunk-Redaktion beim Bayerischen Rundfunk gearbeitet habe.

Was ist für Sie der schwierigere Moment – den ersten Satz zu schreiben oder den letzten?
Den ersten.

Haben andere Autoren Sie beeinflusst – und wenn ja: Wie?
Ottfried Preußler habe ich einmal interviewt: der hat gesagt: Kinder haben ein Recht aufs gute Ende. Ja – das finde ich auch. Wer nur Schreckgeschichten erzählt, darf sich nicht wundern, dass wir oft nicht mit sehr viel Zutrauen in die Zukunft schauen …

Wie lange dauerte es von der Idee, bis zum fertigen Produkt?
Alles in Allem etwa ein Jahr. Bei Kinderbüchern kommen ja auch noch die Illustrationen dazu.

Schreiben Sie mit der Hand, der Schreibmaschine, dem Computer? Wie darf man sich Ihren Arbeitsplatz vorstellen?
Ich schreibe mit Laptop, auf dem Schoß, auf dem Balkon, wo gerade Platz ist. Meistens abends, wenn die eigenen Kinder im Bett sind.

EBooks oder Papierdruck?
Ich bin für Papier. Deswegen habe ich auch mal ein Buch gemacht, das nur gedruckt funktioniert: „Freunde der Nacht“. Da wird jede Seite etwas dunkler als die vorige, bis man um Mitternacht nichts mehr erkennen kann … so etwas funktioniert nur als Buch.

Was halten Sie von Eselsohren in Büchern?
Ja! Ich liebe Eselsohren. Ich liebe zerlesene Bücher. Bücher bekommen ihre eigene Geschichte.

Nehmen Sie sich die Kritiken, zu Ihren Büchern zu Herzen?
Es ist schwierig, Kritiker zu finden, die es schaffen, Kinder für Geschichten auch vom Standpunkt der Zielgruppe her zu erfassen. Wenn ich merke, dass das gelingt, dann nehme ich die Kritik auch ernst.

Was ist das Geräusch/der Geruch Ihrer Kindheit?
Kirchenglocken. Heißer Teer.

Welchen Kindheitstraum haben Sie sich noch nicht erfüllt?
Hühner.

Wenn Sie mit einem Fingerschnipsen etwas in Ihrem Leben ändern könnten – was wäre es, und warum?
Ich würde Bauer werden.

Welche Figur aus einem Roman oder einem Film würden Sie gerne treffen – und was würden Sie ihm / ihr sagen?
Oma aus „Kidnapping Oma“. Ich würde mich gern von ihr zum Pizza-Essen ausführen lassen.

Was bedeutet Familie für Sie?
Größte Freude.

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
„Aus dem Leben eines Taugenichts“

Lieblingszitat?
„Eine leere Bühne ist eine Stätte der Schönheit.“ George Tabori

Die beste Entscheidung Ihres Lebens war?
Zu heiraten.

Wann können Ihre Leser mit dem nächsten Buch rechnen?
Nicht vor nächstem Jahr. Dieses Jahr kommt nur noch ein Sachbuch heraus…

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